Die Ziele der Pharmaindustrie

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„Pharmakonzern Roche verdoppelt Gewinn¹!", so lautete Ende Januar die Erfolgsmeldung in verschiedensten Medien. „Zum Wachstum hätten vor allem Medikamente gegen Krebs und Virenerkrankungen beigetragen", wird zudem berichtet. Als mündiger Bürger muss man sich fragen, ob dies wirklich eine „gute Nachricht" ist. Eigentlich sind Medikamente und Impfungen doch dazu da, die Menschen gesünder zu machen. Somit wäre die positive Meldung, dass die Gewinne der Pharmakonzerne sinken, weil es den Menschen immer besser geht und somit auch die Krankenkassenprämien gesenkt werden können. Doch solcher mitmenschlichen Gedanken scheint die Pharmaindustrie für Zeit und Ewigkeit beraubt zu sein. Wie käme sie auch dazu, solange wir es ihr erlauben, Kapital aus den Schwächen und Krankheiten hilfloser Menschen zu schlagen?! Roche- Chef Humer meldet vielmehr ganz „optimistisch" für die kommenden Monate: „Angesichts des hohen medizinischen Bedarfs (…) bestehen (…) gute Wachstumsaussichten." Und die Aktionäre freuen sich über die Dividende, die ihnen wie immer leistungslos in die Taschen fällt — je länger, je mehr. Zeit, dass der Strafartikel „Ausnützen der Notlage" endlich auf den Gesundheitsbereich ausgeweitet wird.

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